Der BMW M340i ist genau die Art von Auto, bei der man nach der ersten Fahrt versteht, warum die 3er-Reihe seit Jahren als Maßstab gilt. Er verbindet einen aufgeladenen Reihensechszylinder, xDrive, ein präzise abgestimmtes Fahrwerk und genug Alltagsnutzen, ohne gleich in die Härte eines M3 abzurutschen. In diesem BMW M340i-Test ordne ich ein, wie er fährt, was er kostet, welche Karosserieform sinnvoller ist und welche Ausstattung ich in Deutschland wirklich wählen würde.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Der M340i xDrive ist in Deutschland die sportlichste 3er-Variante unterhalb des M3 und leistet in der Limousine 392 PS sowie 540 Nm.
- Die Limousine sprintet in 4,3 Sekunden auf 100 km/h, der Touring braucht 4,5 Sekunden und bietet dafür 500 bis 1.510 Liter Kofferraum.
- Der Einstieg beginnt bei 77.500 Euro für die Limousine und 78.800 Euro für den Touring, exklusive Überführungskosten.
- Im Alltag ist der M340i sehr schnell, aber nie grob. Genau das macht ihn für mich zum besten Kompromiss aus Komfort und Performance.
- Wer regelmäßig auf Trackdays fährt, sollte zuerst an Reifen, Bremsen und Achsgeometrie denken, nicht sofort an reine Leistungssteigerung.
Was den M340i im 3er-Programm besonders macht
Der M340i ist für mich die spannendste Position in der 3er-Reihe, weil er nicht versucht, ein verkappter M3 zu sein. BMW kombiniert hier den 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit xDrive, 8-Gang-Steptronic-Sport und einem M-spezifischen Hardwarepaket zu einem Auto, das auf der Straße sofort überzeugt. In der Limousine stehen 392 PS, 540 Nm und 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h auf dem Datenblatt, dazu eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.
Spannend ist nicht nur die reine Leistung, sondern die Art, wie sie anliegt. Das 48-Volt-Mildhybridsystem liefert keinen Show-Effekt, sondern einen kleinen elektrischen Schub für saubereres Anfahren, spontanere Reaktionen und etwas mehr Effizienz im Teillastbereich. Genau deshalb fühlt sich der M340i im Stadtverkehr, auf der Landstraße und beim schnellen Autobahnanschub gleichmäßig und souverän an. Er ist schnell, aber nicht nervös, und das ist im Alltag oft mehr wert als ein paar zusätzliche Spitzen-PS.
Dazu kommt die M-Hardware: M Sportdifferenzial, M Sportfahrwerk und die passende Lenkungsabstimmung sorgen dafür, dass das Auto nicht nur geradeaus zieht, sondern auch beim Herausbeschleunigen sauber auf Kurs bleibt. Für mich ist das der Punkt, an dem der M340i seine Stärke zeigt. Er wirkt nicht überladen, sondern stimmig. Wie gut sich dieses Paket auf der Straße anfühlt, merkt man erst richtig hinter dem Lenkrad.
So fährt sich der M340i im Alltag und auf der schnellen Strecke
Der Reihensechser läuft seidig, dreht willig hoch und bleibt auch bei längeren Etappen angenehm kultiviert. In Verbindung mit xDrive bringt der M340i seine Kraft sehr sauber auf die Straße, besonders bei Nässe oder kühleren Temperaturen. Das Auto wirkt dadurch nicht wie ein reines Spaßgerät für trockene Sonntage, sondern wie ein sehr ernstzunehmender Allrounder, der Leistung mit Traktion und Ruhe verbindet.
Im normalen Fahrbetrieb ist das Getriebe einer der heimlichen Stars. Die 8-Gang-Automatik schaltet schnell, aber nie hektisch, und sie hält den Motor genau dort, wo er sich am besten anfühlt. Im Comfort-Modus lässt sich der M340i erstaunlich entspannt fahren, im Sport-Modus wird er spürbar wacher, direkter und williger. Die adaptive M-Fahrwerksabstimmung ist dabei kein Luxusdetail, sondern ein echter Unterschied, wenn du im Alltag zwischen schlechten Straßen, Schnellfahrt und sportlicher Gangart wechseln willst.
Im aktuellen Touring-Test von AUTO BILD wurde genau dieser Spagat sichtbar: viel Komfort, viel Nutzwert, aber trotzdem ein sehr lebendiger Antrieb. Dort wurden unter anderem 4,5 Sekunden auf 100 km/h, 12 Sekunden auf 200 km/h und ein Testverbrauch von 8,8 Litern Super Plus genannt. Das ist kein Sparauto, aber es zeigt ziemlich ehrlich, was der Wagen im echten Leben verlangt. Ich halte das für plausibel, weil Leistung eben nicht gratis kommt. Wer häufiger sehr zügig fährt, sollte mit Verbrauchsreserven rechnen.
Auf der schnellen Strecke gilt die gleiche Logik. Der M340i ist kein kompromissloses Tracktool, sondern ein sehr schnelles Straßenauto. Genau deshalb sind Reifen, Bremsen und Temperaturmanagement die ersten Punkte, die an ihre Grenzen stoßen, nicht der Motor selbst. Für ambitionierte Fahrer ist das wichtig, weil man die Basis nicht falsch einschätzen sollte. Der Wagen fährt sich präzise und vertrauenerweckend, aber er bleibt bewusst näher am hochwertigen Straßenauto als am spitzesten M-Modell. Wer das versteht, bekommt ein sehr überzeugendes Gesamtpaket. Für die Frage nach der Karosserieform ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
Limousine oder Touring
Die M340i Limousine ist der logischere Griff, wenn dir eine sportliche Silhouette, ein etwas leichteres Gefühl und der klassische 3er-Charakter wichtig sind. Der Touring ist die rationalere Variante, ohne langweilig zu werden. Er nimmt dem Auto nichts von seinem Tempo, macht es aber deutlich vielseitiger. Für viele Käufer ist genau das der Punkt, an dem der M340i erst richtig sinnvoll wird.
| Kriterium | Limousine | Touring | Mein Eindruck |
|---|---|---|---|
| 0-100 km/h | 4,3 s | 4,5 s | Der Touring ist minimal träger, bleibt aber sehr nah an der Limousine. |
| Energieverbrauch WLTP | 7,5 l/100 km | 7,9 l/100 km | Der Mehrverbrauch ist überschaubar, wenn dir die Praxis wichtiger ist als die Zahl. |
| Gepäckraum | 480 l | 500 bis 1.510 l | Der Touring ist die klare Wahl für Familie, Urlaube und große Gegenstände. |
| Basispreis | 77.500 Euro | 78.800 Euro | Der Aufpreis ist klein genug, um fast nur nach Nutzung zu entscheiden. |
| Anhängelast | 1.800 kg | 1.800 kg | Praktisch, wenn du gelegentlich mit Anhänger oder Motorradtransporter unterwegs bist. |
Die Limousine wirkt etwas fokussierter und eleganter, der Touring schlicht vernünftiger. Wenn du den M340i als schnellen Business-Allrounder nutzt, reicht die Limousine völlig. Wenn du oft Gepäck, Kinder, Sportausrüstung oder Trackday-Material dabei hast, ist der Touring die klügere Entscheidung. Der Unterschied ist nicht nur die Kofferraumzahl, sondern die Art, wie entspannt du das Auto im Alltag nutzen kannst. Sobald diese Frage geklärt ist, wird die Preisliste interessant.
Was er in Deutschland wirklich kostet
Aktuell startet die M340i Limousine in Deutschland bei 77.500 Euro, der Touring bei 78.800 Euro. Das sind Listenpreise ab Werk, also noch ohne Überführung. Der Einstieg ist damit nicht billig, aber im Verhältnis zur Leistung und zur Position im Modellprogramm nachvollziehbar. Teuer wird der Wagen erst dann, wenn man ihn sinnvoll statt halbherzig ausstattet.
Ich würde bei den Optionen sehr selektiv vorgehen. Das Adaptive-M-Fahrwerk mit variabler Sportlenkung kostet 500 Euro und ist für mich eine der sinnvolleren Investitionen, weil es den Nutzwert des Autos spürbar erweitert. Das M Sportpaket Pro für den M340i liegt bei 1.150 Euro und bringt optisch wie technisch mehr Schärfe, darunter rote M-Sportbremsen, adaptive LED-Scheinwerfer und weitere sportliche Details. Wer genau dieses Auftreten möchte, bekommt damit viel Gegenwert. Wer eher unauffällig fahren will, kann sich das Geld sparen.
- Sinnvoll sind Fahrwerks- und Sitzausstattungen, weil sie den Charakter des Autos verändern.
- Gut zu überlegen sind größere Räder, wenn dir Komfort und Reifenpreise wichtig sind.
- Eher kosmetisch sind einzelne Optik-Pakete, wenn du den Wagen nicht bewusst aggressiver wirken lassen willst.
Ein aktueller Touring-Testwagen lag bereits bei 84.300 Euro, und sechsstellig wird mit vielen Extras nicht zum theoretischen Ausnahmefall. Genau an dieser Stelle trennt sich gutes Konfigurieren von bloßem Anklicken. Ich würde lieber ein paar sinnvolle Bausteine sauber wählen, statt die Liste mit teuren Extras vollzuladen. Dann wird der Vergleich mit den Alternativen wirklich aussagekräftig.
M340i, M340d oder M3 im direkten Vergleich
Die spannendste Frage ist am Ende nicht, ob der M340i schnell ist, sondern ob er die beste Wahl im eigenen Nutzungsprofil ist. Genau dafür hilft der direkte Vergleich. Der Diesel punktet mit Drehmoment und Verbrauch, der M3 mit maximaler Performance, der M340i für mich mit dem besten Gesamtpaket.
| Modell | Leistung | Drehmoment | 0-100 km/h | WLTP | Basispreis | Wofür ich ihn nehmen würde |
|---|---|---|---|---|---|---|
| M340i xDrive Limousine | 392 PS | 540 Nm | 4,3 s | 7,5 l/100 km | 77.500 Euro | Der beste Mix aus Sound, Alltag und echter Performance. |
| M340d xDrive Limousine | 340 PS | 700 Nm | 4,6 s | 6,4 l/100 km | 77.500 Euro | Für sehr viele Autobahnkilometer und Fahrer, die Drehmoment lieben. |
| M3 Competition xDrive Limousine | 530 PS | 650 Nm | 3,5 s | 10,2 bis 10,1 l/100 km | 107.600 Euro | Für Trackdays, maximale Reserven und klare Kompromisslosigkeit. |
Der M340d ist die vernünftigere Langstreckenwahl, wenn du viele Kilometer fährst und das dicke Diesel-Drehmoment schätzt. Der M3 ist das deutlich schärfere Auto, aber auch das teurere und anspruchsvollere, vor allem bei Reifen, Bremsen und Komfort. Der M340i sitzt genau dazwischen, und genau deshalb funktioniert er so gut: Er ist aufregend genug, um nicht banal zu wirken, aber entspannt genug, um nicht nach jedem Einkauf wie ein Kompromiss zu wirken. Für die meisten Leser ist das die ehrlichste Antwort. Wie ich ihn heute bestellen würde, ist deshalb die letzte sinnvolle Frage.
Welche Konfiguration ich heute kaufen würde
Wenn ich den M340i heute selbst konfigurieren würde, würde ich zuerst die Nutzung klären und erst danach die Optik. Für die Straße würde ich die Limousine mit dem adaptiven M-Fahrwerk nehmen, dazu gute Sportsitze und möglichst keine unnötige Überfrachtung mit Show-Extras. Das Auto fährt dann präziser, bleibt aber auf schlechten Straßen noch entspannt genug. Für viele Fahrer ist genau das die beste Balance.
Wenn Familie, Gepäck oder Reisen wichtiger sind, würde ich ohne Zögern zum Touring greifen. Der Aufpreis ist überschaubar, der Nutzwert steigt deutlich und der Charakter bleibt erhalten. Ich finde das besonders sinnvoll, weil der M340i als Touring nicht weniger sportlich wirkt, sondern nur erwachsener. Wer regelmäßig schnell unterwegs ist, aber auch praktisch denken muss, bekommt hier die rundeste Lösung.
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Für sportliche Fahrer
Bei sportlicher Nutzung würde ich zuerst in Reifen, Bremsflüssigkeit und Achsgeometrie investieren, nicht sofort in eine Software-Leistungsstufe. Das bringt auf der Straße und auf Trackdays mehr spürbare Kontrolle als ein reiner Papierwert. Der Motor hat serienmäßig genug Reserven; was den Unterschied macht, ist die saubere Kraftübertragung und Standfestigkeit. In Deutschland kommt noch dazu, dass nur Teile mit sauberer Freigabe und Eintragung wirklich stressfrei sind. Genau dort trennt sich gutes Tuning von teurem Frust.
Mein Fazit fällt deshalb klar aus: Der M340i ist kein M3-Ersatz, aber für viele Fahrer das bessere Auto. Er fährt sich schnell, kultiviert und erstaunlich erwachsen, bleibt im Alltag vernünftig und bietet trotzdem genug Charakter, um nicht beliebig zu wirken. Wer ein sportliches Fahrzeug mit echtem Nutzwert sucht, bekommt hier eines der stimmigsten Gesamtpakete in der oberen Mittelklasse.
