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Mercedes GLC 300 de - Reichweite, Daten und Praxistest im Check

Konrad Dietrich 30. Januar 2026
Weißer Mercedes GLC 300 de Hybrid auf kurviger Bergstraße. Technische Daten im Blick, bereit für jede Fahrt.

Inhaltsverzeichnis

Der GLC 300 de ist einer der interessantesten Plug-in-Hybride im Mercedes-SUV-Programm, weil er Diesel, Elektromotor und Allradantrieb auf eine sehr alltagstaugliche Art verbindet. Ich ordne hier die wichtigsten technischen Daten ein, erkläre Ladezeiten, Reichweite, Leistung und zeige, wann dieses Konzept wirklich stark ist und wann nicht.

Die wichtigsten Werte im schnellen Überblick

  • 245 kW Systemleistung und 750 Nm Systemdrehmoment sorgen für souveräne Reserven.
  • 0-100 km/h in 6,4 s und 217 km/h Spitze sind für ein schweres SUV sehr ordentlich.
  • Die rein elektrische Reichweite liegt bei 122 km WLTP, innerorts bei 128 km.
  • Die nutzbare Batterie fasst 25,28 kWh, geladen wird mit 11 kW AC oder 60 kW DC.
  • Der kombinierte WLTP-Verbrauch beträgt 1,6 l/100 km + 17,9 kWh/100 km, mit leerer Batterie 5,7 l/100 km.
  • Für Alltag und Reisen wichtig: 470 l Kofferraum, 2.000 kg Anhängelast und 4MATIC-Allrad.

Was den GLC 300 de technisch ausmacht

Ich würde den GLC 300 de nicht als „sparsame Variante“ abtun, sondern als klaren Langstrecken-PHEV, also als extern ladbaren Hybrid, der vor allem dann Sinn ergibt, wenn man häufig zwischen Stadt, Landstraße und Autobahn wechselt. Unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Diesel mit 145 kW (197 PS), dazu kommt ein Elektromotor mit bis zu 115 kW (156 PS); zusammen ergibt das eine Systemleistung von 245 kW (333 PS).

Wichtig ist dabei nicht nur die Leistung, sondern auch das Drehmoment: 750 Nm sind für ein SUV dieser Größe sehr viel und sorgen für kräftigen Durchzug aus niedrigen Drehzahlen. Die Kraft geht über die 9G-TRONIC an alle vier Räder, also an eine 9-Gang-Automatik mit 4MATIC-Allrad. Genau diese Kombination macht den GLC 300 de auf der Autobahn so entspannt.

Technisch sauber ist auch die Abgasseite: Mercedes setzt hier auf Euro 6e-bis sowie Diesel-Abgasnachbehandlung mit SCR-Kat und DPF. SCR bedeutet selektive katalytische Reduktion und senkt Stickoxide mithilfe von AdBlue, der DPF ist der Dieselpartikelfilter für Ruß. Damit ist klar, dass der Wagen nicht nur stark, sondern auch deutlich komplexer aufgebaut ist als ein klassischer Diesel.

Damit ist die Basis gelegt, jetzt lohnt sich ein Blick auf die nackten Zahlen, die im Alltag am schnellsten Orientierung geben.

Die wichtigsten technischen Daten auf einen Blick

Mercedes-Benz nennt für die aktuelle deutsche Ausführung des GLC 300 de 4MATIC vor allem diese Werte. Ich halte sie bewusst kompakt, weil man daran die Position des Autos am besten erkennt.

Kriterium Wert
Systemleistung 245 kW (333 PS)
Systemdrehmoment 750 Nm
Verbrenner 2,0-Liter-Diesel, 1.993 cm3, 145 kW (197 PS), 440 Nm
Elektromotor bis zu 115 kW (156 PS)
Getriebe 9G-TRONIC
Antrieb 4MATIC-Allrad
0-100 km/h 6,4 s
Höchstgeschwindigkeit 217 km/h
Elektrische Höchstgeschwindigkeit 140 km/h
WLTP-Verbrauch gewichtet 1,6 l/100 km + 17,9 kWh/100 km
Verbrauch mit leerer Batterie 5,7 l/100 km
CO2-Wert gewichtet 42 g/km
Elektrische Reichweite 122 km WLTP, 128 km innerorts
Batterie nutzbar 25,28 kWh
Laden 11 kW AC, 60 kW DC
AC-Ladezeit 0-100 Prozent in 2,75 Stunden
DC-Ladezeit 10-80 Prozent in 29 Minuten

Wenn man die Zahlen zusammenzieht, wird das Konzept ziemlich klar: Der GLC 300 de ist kein soften Hybrid zum bloßen Mitschwimmen, sondern ein kräftiger, schwerer und sehr effizienter Reise-SUV. Die nächsten Fragen sind deshalb logisch: Wie lädt er im Alltag, und was taugt die elektrische Reichweite wirklich?

Antrieb, Batterie und Laden im Alltag

Der entscheidende Punkt beim GLC 300 de ist nicht die nominelle Hybridtechnik, sondern die regelmäßige Nutzung der Batterie. Die nutzbare Kapazität von 25,28 kWh ist für einen Plug-in-Hybrid groß genug, um den Alltag vieler Fahrer elektrisch abzudecken, solange man wirklich lädt. Die offizielle Reichweite von 122 Kilometern nach WLTP ist deshalb nicht nur ein Laborwert, sondern in einem vernünftigen Profil durchaus erreichbar.

Im Stadtverkehr ist Mercedes mit 128 Kilometern sogar noch etwas optimistischer. Das ist plausibel, weil der Elektromotor bei niedrigen Geschwindigkeiten und mit Rekuperation, also Energierückgewinnung beim Verzögern, besonders effizient arbeitet. Auf der Landstraße und bei höherem Autobahntempo schrumpft dieser Vorteil wieder, weil Luftwiderstand und Gewicht dann stärker wirken.

Beim Laden ist der GLC angenehm flexibel. An der 11-kW-AC-Wallbox dauert eine Ladung von 0 auf 100 Prozent rund 2,75 Stunden. Wer unterwegs nachladen will, kann den Akku an einer 60-kW-DC-Schnellladesäule von 10 auf 80 Prozent in 29 Minuten auffüllen. Für einen Plug-in-Hybrid ist das stark, weil viele Wettbewerber nur AC-Laden beherrschen.

Der Diesel bringt zusätzlich einen 24-Liter-AdBlue-Behälter mit. AdBlue ist eine Harnstofflösung, die in der Abgasnachbehandlung Stickoxide reduziert. Das ist technisch sinnvoll, bedeutet aber auch: Wer den Wagen lange behalten will, sollte nicht nur auf Strom, sondern auch auf die dieseltypische Wartungslogik achten.

Mein praktischer Eindruck ist klar: Der GLC 300 de funktioniert am besten, wenn er wie ein elektrifizierter Reisewagen behandelt wird, nicht wie ein Hybrid, den man nie ansteckt. Genau daran hängt auch die Frage, wie realistisch seine Verbrauchswerte im Alltag sind.

Fahrleistungen und Verbrauch realistisch einordnen

6,4 Sekunden auf 100 km/h klingen auf dem Papier sportlich, und für ein SUV mit fast 2,4 Tonnen Leergewicht ist das auch ein respektabler Wert. Trotzdem würde ich den GLC 300 de nicht als Sportgerät lesen. Er fühlt sich eher wie ein souveräner Gleiter an, der dank des hohen Drehmoments sehr früh Druck aufbaut und beim Überholen angenehm unangestrengt wirkt.

Die 217 km/h Höchstgeschwindigkeit sind in der Praxis weniger ein Muss als eine Reserve. Spannender ist die rein elektrische Spitze von 140 km/h: Damit kann der Mercedes auch auf schnelleren Bundesstraßen oder kurzen Autobahnabschnitten elektrisch fahren, solange das Profil passt. Das ist ein echter Vorteil gegenüber PHEVs, die elektrisch deutlich früher aus dem Takt kommen.

Beim Verbrauch muss man sauber unterscheiden. Der offizielle Wert von 1,6 l/100 km plus 17,9 kWh/100 km gilt nur gewichtet, also unter der Annahme, dass man regelmäßig lädt und viel elektrisch fährt. Mit leerer Batterie steigt der kombinierte WLTP-Wert auf 5,7 l/100 km. Das ist immer noch ordentlich, aber eben das ehrliche Bild, wenn der Hybridteil nicht genutzt wird.

Der ADAC kommt bei 10 °C und 90 km/h auf rund 118 Kilometer elektrische Reichweite. Das liegt sehr nah an der Herstellerangabe und zeigt, dass der GLC 300 de nicht übertrieben verspricht. Trotzdem bleibt der typische PHEV-Hinweis wichtig: Kälte, hohe Geschwindigkeit, viele Steigungen oder große Räder drücken die Reichweite spürbar nach unten.

Genau deshalb spielt der Nutzwert eine mindestens so große Rolle wie die reine Leistung. Und dort zeigt der GLC 300 de ein ziemlich ausgewogenes, aber nicht kompromisslos leichtes Bild.

Weißer Mercedes GLC 300 de Hybrid auf kurviger Bergstraße. Technische Daten im Blick, bereit für die nächste Fahrt.

Maße, Gewicht und Nutzwert im Alltag

Der GLC 300 de ist kein Leichtgewicht, und das merkt man schon an den Kerndaten. Die Karosserie misst 4.716 mm in der Länge, 1.890 mm in der Breite ohne Spiegel und 1.647 mm in der Höhe. Der Radstand von 2.888 mm sorgt für gute Raumverhältnisse, der Wendekreis von 11,8 m ist für diese Klasse ordentlich, aber natürlich nicht besonders klein.

Kriterium Wert
Länge 4.716 mm
Breite ohne Spiegel 1.890 mm
Breite mit Spiegeln 2.075 mm
Höhe 1.647 mm
Radstand 2.888 mm
Wendekreis 11,8 m
Kofferraumvolumen 470 l, bei umgeklappter Rücksitzbank 1.530 l
Leergewicht 2.395 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2.885 kg
Zuladung 490 kg
Anhängelast gebremst 2.000 kg
Anhängelast ungebremst 750 kg
Dachlast 75 kg
Tankinhalt 62 l

Der wichtigste Kompromiss ist das Gewicht. 2.395 Kilogramm Leergewicht sind für ein Mittelklasse-SUV deutlich spürbar, auch wenn Mercedes das Fahrwerk sauber abgestimmt hat. Im Alltag heißt das: Der Wagen fährt stabil und souverän, aber er wirkt nicht federleicht. Genau das ist der Preis für Batterie, Elektromotor und Allradtechnik.

Positiv ist die Anhängelast von 2.000 Kilogramm. Das ist für viele Anhänger, kleinere Wohnwagen oder Transportaufgaben völlig ausreichend und passt gut zum Charakter des Autos. Der Kofferraum mit 470 Litern bleibt alltagstauglich, liegt aber unter den reinen Verbrennern der Baureihe. Wer viel Gepäck, Kinderwagen oder Urlaubsgepäck transportiert, sollte das vor dem Kauf ehrlich mitdenken.

Unterm Strich ist der GLC 300 de also kein leichtfüßiger City-Crossover, sondern ein ernstzunehmender Allrounder mit klarem Reiseprofil. Noch deutlicher wird das, wenn man ihn mit den anderen Hybridvarianten vergleicht.

Wie der GLC 300 de im Vergleich der Hybridvarianten dasteht

Wenn man zwischen den Plug-in-Hybriden der GLC-Baureihe schwankt, sollte man nicht nur auf PS-Zahlen schauen. Ich würde die Entscheidung vor allem nach Kraftstoffart, Reichweite und Ladeprofil treffen. Genau dort trennt sich der Diesel-Hybrid vom Benziner und vom stärkeren Bruder.

Variante Kraftstoff Systemleistung Systemdrehmoment 0-100 km/h WLTP-Reichweite elektrisch WLTP-Verbrauch gewichtet
GLC 300 e 4MATIC Super/Strom 230 kW (313 PS) 550 Nm 6,7 s 127 km 2,1 l/100 km + 17,9 kWh/100 km
GLC 300 de 4MATIC Diesel/Strom 245 kW (333 PS) 750 Nm 6,4 s 122 km 1,6 l/100 km + 17,9 kWh/100 km
GLC 400 e 4MATIC Super Plus/Strom 280 kW (381 PS) 650 Nm 5,6 s 127 km 2,1 l/100 km + 17,9 kWh/100 km

Die Einordnung ist ziemlich klar: Der 300 de ist die rationalste Wahl, wenn viel Autobahn, lange Etappen und häufiges Laden zusammenkommen. Der 300 e ist einfacher gedacht und für Fahrer interessant, die eher auf Benzin setzen und den Diesel bewusst vermeiden wollen. Der 400 e bringt spürbar mehr Leistung, ist aber nicht automatisch die vernünftigere Lösung, weil die elektrische Reichweite praktisch gleich bleibt.

Für mich ist der 300 de deshalb die technisch spannendste Variante der Reihe. Er verbindet das hohe Drehmoment des Diesels mit echter E-Mobilität, ohne bei den Langstreckenqualitäten einzubrechen. Wenn man jedoch nie lädt und fast nur Kurzstrecken fährt, verliert genau dieses Konzept seinen Sinn.

Was beim GLC 300 de 2026 wirklich zählt

Am Ende ist der GLC 300 de ein Auto für ein sehr konkretes Nutzungsprofil: regelmäßig laden, oft reisen, gerne entspannt fahren. Wer ihn so einsetzt, bekommt einen leisen, kräftigen und überraschend effizienten SUV, der im Alltag viel mehr kann als nur Zahlen auf dem Papier. Wer ihn dagegen wie einen normalen Diesel behandelt und den Stecker ignoriert, trägt hauptsächlich das Mehrgewicht mit sich herum.

Ich sehe seine größte Stärke in der Verbindung aus 333 PS Systemleistung, 122 Kilometern elektrischer Reichweite und 2.000 Kilogramm Anhängelast. Genau diese Mischung macht ihn für viele Fahrer in Deutschland interessant, vor allem wenn Pendeln, Autobahn und Ladeoptionen zusammenkommen. Der GLC 300 de ist damit kein Spezialist für eine einzige Aufgabe, sondern ein sehr gezielt gebauter Kompromiss, der nur dann richtig gut ist, wenn man seine Technik auch nutzt.

Wer das Ladeprofil, die eigenen Autobahnanteile und die Garage an der Wallbox realistisch betrachtet, kann mit diesem Modell sehr sauber entscheiden. Erst dann zeigt sich, ob der Diesel-Plug-in-Hybrid die beste Lösung ist oder ob eine andere GLC-Variante im Alltag schlicht besser passt.

Häufig gestellte Fragen

Der GLC 300 de erreicht eine rein elektrische Reichweite von bis zu 122 km nach WLTP. Im Stadtverkehr sind laut Hersteller sogar bis zu 128 km möglich, was ihn ideal für das tägliche Pendeln ohne Verbrennungsmotor macht.

An einer 11-kW-Wallbox dauert eine Vollladung etwa 2,75 Stunden. Dank der 60-kW-DC-Schnellladefunktion kann die Batterie zudem in nur 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.

Der Mercedes GLC 300 de bietet eine gebremste Anhängelast von 2.000 kg. Damit eignet sich das SUV hervorragend für den Transport von Anhängern oder kleineren Wohnwagen, trotz des zusätzlichen Gewichts der Hybridtechnik.

Wenn die Batterie leer ist, liegt der kombinierte WLTP-Verbrauch bei etwa 5,7 Litern Diesel auf 100 km. Der gewichtete Wert inklusive Stromnutzung wird offiziell mit 1,6 l/100 km angegeben.

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Autor Konrad Dietrich
Konrad Dietrich
Ich bin Konrad Dietrich und beschäftige mich seit über einem Jahrzehnt intensiv mit den Themen Motorsport, Performance Tuning und Fahrtechnik. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Analysen und Artikel verfasst, die sich mit den neuesten Trends und Entwicklungen in der Branche auseinandersetzen. Mein Ziel ist es, komplexe technische Informationen verständlich zu präsentieren und dabei objektiv zu bleiben. Ich spezialisiere mich auf die Verbesserung von Fahrzeugleistungen und die Optimierung von Fahrtechniken, wobei ich immer die neuesten Technologien und Methoden im Blick habe. Durch meine fundierte Recherche und meine Leidenschaft für den Motorsport bin ich in der Lage, meinen Lesern wertvolle Einblicke zu bieten, die auf verlässlichen Daten basieren. Mein Engagement gilt der Bereitstellung von aktuellen und präzisen Informationen, die den Lesern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Ich strebe danach, eine vertrauenswürdige Quelle für alle Motorsport-Enthusiasten zu sein, die ihr Wissen erweitern und ihre Fahrkünste verbessern möchten.

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