Mitsubishi Space Star Batterie wechseln - So geht's richtig

Oswald Rudolph 29. Mai 2026
Mitsubishi Space Star Batterie wechseln: Das Bild zeigt eine Autobatterie mit Warnhinweisen und Spezifikationen wie 20HR 66Ah CCA 520A.

Inhaltsverzeichnis

Der Batteriewechsel im Mitsubishi Space Star ist kein großes Schrauberprojekt, aber er verlangt sauberes Vorgehen: richtige Baugröße, passende Batterietechnik und die richtige Reihenfolge beim Abklemmen. Ich zeige dir hier, worauf es in der Praxis wirklich ankommt, wie du den Tausch sicher selbst erledigst und welche Punkte nach dem Einbau oft vergessen werden. So vermeidest du Fehlkäufe, unnötige Werkstattkosten und Startprobleme beim ersten Kaltstart.

Die wichtigsten Punkte für den Batteriewechsel im Space Star

  • Bei vielen neueren Space-Star-Versionen ist eine 12-V-Batterie mit rund 60 Ah üblich, bei Start-Stopp meist als EFB oder AGM.
  • Wichtig sind nicht nur Ah-Wert und Spannung, sondern auch Maße, Polanordnung und die passende Halterung.
  • Beim Ausbau gilt: erst Minus, dann Plus; beim Einbau genau umgekehrt.
  • Wenn ein Entlüftungsschlauch vorhanden ist, muss er an der neuen Batterie wieder korrekt sitzen.
  • Nach dem Tausch sollten Startverhalten, Warnlampen, Ladefunktion und gegebenenfalls die Start-Stopp-Funktion geprüft werden.
  • Die Batterie selbst kostet je nach Technik und Hersteller grob 60 bis 281 Euro, der Werkstatt-Einbau oft zusätzlich 30 bis 100 Euro.

Welche Batterie der Space Star wirklich braucht

Der Space Star ist nicht gleich Space Star. Die ältere DG_A-Baureihe und die neueren Modelle ab 2012 unterscheiden sich technisch deutlich, deshalb reicht es nicht, nur nach Markenname zu bestellen. Ich prüfe immer zuerst, ob das Fahrzeug Start-Stopp hat, welche Batterieform verbaut war und ob die Maße in das Batteriefach passen.

Kriterium Worauf ich achte Warum das wichtig ist
Spannung 12 V Das ist die Grundvoraussetzung für die Starterbatterie.
Kapazität Bei neueren Space-Star-Versionen oft um 60 Ah Zu wenig Reserve führt schneller zu Startproblemen, zu viel hilft nur, wenn das Fach und die Halterung es zulassen.
Technik Blei-Säure ohne Start-Stopp, EFB oder AGM mit Start-Stopp Die Batterietechnik muss zum Ladesystem und zur Fahrzeugnutzung passen.
Maße Länge, Breite, Höhe und Halterung Ein Akku kann elektrisch passen und trotzdem mechanisch nicht sauber sitzen.
Polanordnung Bei vielen neueren Versionen Pluspol rechts Die Kabel müssen spannungsfrei und ohne Verrenkung erreichbar sein.

Für Start-Stopp-Fahrzeuge ist die Technik besonders wichtig: Eine EFB-Batterie ist die robustere Weiterentwicklung der klassischen Nassbatterie, AGM ist noch zyklenfester und verkraftet häufiges Laden und Entladen besser. VARTA weist zu Recht darauf hin, dass eine normale Batterie anstelle von EFB oder AGM in solchen Autos schnell an ihre Grenzen kommt. Ein Batterie-Management-System, kurz BMS, überwacht Laden und Zustand des Akkus; ob dein Space Star nach dem Wechsel eine Registrierung oder Anpassung braucht, hängt vom Baujahr und der Ausführung ab. Genau deshalb lohnt sich der Blick ins Fahrzeugdatenblatt, bevor man bestellt. Als Nächstes geht es um die Vorbereitung am Auto selbst.

So bereitest du den Wechsel sauber vor

Ich lege mir vor dem ersten Handgriff alles bereit, was ich wirklich brauche. Meist reichen ein 10-mm-Schlüssel oder eine kleine Knarre, Handschuhe, Schutzbrille, Polfett oder Polspray und ein Tuch für die Klemmen. Sinnvoll ist außerdem ein Foto vom alten Einbauzustand, damit Polung, Halterung und ein möglicher Entlüftungsschlauch später wieder exakt passen.

  • Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen und gegen Wegrollen sichern.
  • Zündung aus, Schlüssel abziehen und alle Verbraucher ausschalten.
  • Motorhaube öffnen und den Batteriebereich freilegen.
  • Neue Batterie mit der alten vergleichen: Maße, Polanordnung, Sockel und Halterung prüfen.
  • Schmuck ablegen und mit trockenen, sauberen Werkzeugen arbeiten.
  • Falls das Auto Start-Stopp hat, vorher klären, ob eine EFB- oder AGM-Batterie vorgesehen ist.

Wichtig ist mir vor allem die Kontrolle vor dem Ausbau: Eine Batterie, die elektrisch passt, aber mechanisch nicht korrekt sitzt, ist später nur Ärger. Wenn alles vorbereitet ist, kann der eigentliche Wechsel zügig gehen.

Mitsubishi Space Star: Batterie wechseln. Das Bild zeigt eine Autobatterie mit Warnhinweisen.

Batterie am Space Star Schritt für Schritt tauschen

Der ADAC empfiehlt beim Abklemmen die klare Reihenfolge: zuerst Minus, dann Plus. Genau so arbeite ich auch am Space Star, weil das Kurzschlüsse und Funkenbildung vermeidet. Beim Einbau läuft es umgekehrt: erst Plus, dann Minus.

  1. Zündung aus, Schlüssel raus und die Batterieabdeckung entfernen.
  2. Minuspol zuerst lösen und die Klemme so ablegen oder isolieren, dass sie nirgendwo an Metall kommen kann.
  3. Danach den Pluspol lösen und ebenfalls sichern.
  4. Die Batteriehalterung entfernen und einen eventuell vorhandenen Entlüftungsschlauch abziehen.
  5. Die alte Batterie gerade herausheben. Nicht verkanten und nicht an den Klemmen ziehen.
  6. Die neue Batterie in derselben Lage einsetzen und sauber ausrichten.
  7. Wenn ein Entlüftungsschlauch vorhanden ist, wieder auf das vorgesehene Anschlussstück setzen.
  8. Halterung montieren, dann zuerst den Pluspol und anschließend den Minuspol befestigen.
  9. Polklemmen und Pole prüfen, bei Bedarf leicht reinigen und mit Polfett oder Polspray schützen.
  10. Batterieabdeckung und Polkappenschutz wieder montieren.

Wenn die Batterie schwer aus dem Fach geht, nicht mit Gewalt hebeln. Meist sitzt noch die Halterung, der Schlauch oder eine Kante im Weg. Ich arbeite in so einem Fall lieber einen Schritt zurück, statt das Batteriefach oder die Klemmen zu beschädigen. Ist der Akku fest drin und korrekt angeschlossen, entscheidet die Kontrolle danach über den sauberen Abschluss.

Was du nach dem Einbau prüfen solltest

Ein neuer Akku ist erst dann wirklich eingebaut, wenn der Space Star wieder normal startet und die Bordelektrik unauffällig bleibt. Ich prüfe direkt nach dem Anklemmen nicht nur den Motorstart, sondern auch die kleinen Dinge, die später nerven würden.

  • Springt der Motor ohne langes Orgeln an?
  • Bleiben Warnlampen für Batterie, Ladesystem oder Motorsteuerung aus?
  • Funktionieren Uhr, Radio, Innenbeleuchtung und Fensterheber wie gewohnt?
  • Sitzt die Halterung fest und wackelt die Batterie nicht im Fach?
  • Ist der Entlüftungsschlauch korrekt verbunden, falls das Fahrzeug einen hat?
  • Wenn Start-Stopp vorhanden ist: Schaltet sich das System nach einigen Fahrten wieder normal zu?

Bei manchen Fahrzeugen ist nach dem Batterietausch eine Anpassung oder Registrierung sinnvoll, bei anderen lernt sich das System selbst wieder ein. Ich verlasse mich dabei nicht auf pauschale Tricks, sondern auf die fahrzeugspezifische Vorgabe. Wenn Start-Stopp nach dem Wechsel nicht sofort wieder aktiv ist, heißt das deshalb nicht automatisch, dass etwas kaputt ist. Entscheidend ist, ob die Batterie korrekt geladen wird und keine Fehlermeldung bleibt. Wer hier sauber arbeitet, spart später Diagnosezeit, und genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Kostenfrage vor dem Kauf.

Was der Batteriewechsel kostet und wann die Werkstatt sinnvoll ist

Beim Space Star setzen sich die Kosten aus drei Teilen zusammen: Batterie, Einbau und gegebenenfalls Diagnose oder Entsorgung. Für die Batterie selbst sehe ich in Deutschland je nach Technik und Hersteller grob eine Spanne von etwa 60 bis 281 Euro. Ein freier Werkstattbetrieb verlangt für den Einbau oft zusätzlich 30 bis 100 Euro, sodass man schnell bei Gesamtbeträgen zwischen 100 und 320 Euro landet.
Weg Typische Kosten Wann sinnvoll
Selbst wechseln Batteriepreis plus etwas Kleinteilebedarf Wenn Werkzeug vorhanden ist und Bauform sowie Technik sicher feststehen.
Freie Werkstatt Batterie plus meist 30 bis 100 Euro Einbau Wenn du Einbau, Entsorgung und eine kurze Diagnose aus einer Hand willst.
Vor-Ort-Service Je nach Service unterschiedlich, oft mit Fokus auf schnelle Hilfe Wenn der Wagen nicht mehr anspringt oder du unterwegs festhängst.

Für mich ist der Selbstwechsel vor allem dann sinnvoll, wenn du die richtige Batterie schon vor dir liegen hast und der Platz im Motorraum gut zugänglich ist. Sobald aber Start-Stopp, unklare Warnmeldungen oder Unsicherheit bei der Bauform dazukommen, kippt die Rechnung schnell zugunsten der Werkstatt. Dann zahlst du nicht nur für den Einbau, sondern auch für weniger Risiko. Wenn der Motor trotzdem zickt, liegt die Ursache häufig nicht nur im Akku.

Wenn der Start trotzdem schwächelt, liegt es oft nicht nur an der Batterie

Eine schwache Batterie ist der Klassiker, aber nicht die einzige Ursache für Startprobleme. Ich prüfe bei einem Space Star zuerst die einfachen Punkte, bevor ich den nächsten Akku verdächtige.

  • Korrodierte oder lose Polklemmen
  • Ein zu kurzer Ladeweg durch viele Kurzstrecken
  • Eine schwache Lichtmaschine oder ein defekter Laderegler
  • Ein stiller Verbraucher, der den Akku im Stand entlädt
  • Eine falsch gewählte Batteriegröße oder -technik
  • Sehr niedrige Temperaturen, die eine bereits gealterte Batterie sichtbar schwächen

Ein Multimeter misst die Spannung, ein Batterietester beurteilt die Batterie zusätzlich unter Last. Genau diese Lastprüfung ist wichtig, weil eine Batterie im Ruhezustand noch ordentlich aussehen kann und beim Start dennoch zusammenbricht. Wenn die neue Batterie nach wenigen Tagen wieder leer ist, suche ich zuerst nach dem eigentlichen Problem im Ladesystem oder nach einem Verbraucher im Stand, statt blind erneut den Akku zu tauschen. Und genau daraus folgt die letzte sinnvolle Frage: Wie hält man den neuen Akku möglichst lange fit?

So hält der neue Akku im Space Star länger durch

Nach dem Wechsel entscheidet die Nutzung über die Lebensdauer. Ein sauber eingebauter Akku hält deutlich länger, wenn er nicht nur als Startquelle, sondern als Teil des ganzen Bordnetzes behandelt wird.

  • Regelmäßig längere Fahrten fahren, nicht nur viele Mini-Strecken.
  • Die Pole sauber und fest halten, damit kein Übergangswiderstand entsteht.
  • Wenn der Wagen länger steht, ein geeignetes Erhaltungsladegerät nutzen.
  • Vor dem Winter einmal Spannung und Ladezustand prüfen.
  • Bei Start-Stopp nur die vom Fahrzeug vorgesehene Batterietechnik einsetzen.

Mein praktischer Rat ist simpel: Notiere dir beim nächsten Batteriekauf Spannung, Kapazität, Maße, Polanordnung und Halterung gleich mit. Dann wird aus einem oft hektischen Defekt ein planbarer Wartungsschritt. Genau so bleibt der Space Star im Alltag unauffällig, und genau das will man von einer Starterbatterie eigentlich am meisten.

Häufig gestellte Fragen

Für neuere Space Star Modelle (ab 2012) ist oft eine 12V-Batterie mit ca. 60 Ah üblich. Bei Start-Stopp-Systemen benötigst du eine EFB- oder AGM-Batterie. Achte auch auf Maße, Polanordnung und Halterung. Ein Blick ins Fahrzeughandbuch ist ratsam.

Ja, mit etwas handwerklichem Geschick ist der Wechsel selbst machbar. Wichtig ist die richtige Reihenfolge beim Abklemmen (zuerst Minus, dann Plus) und Anschließen (zuerst Plus, dann Minus). Bereite Werkzeug vor und vergleiche die neue Batterie sorgfältig mit der alten.

Prüfe nach dem Einbau, ob der Motor normal startet, alle Warnlampen aus sind und elektrische Verbraucher funktionieren. Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-System kann es sein, dass sich dieses erst nach einigen Fahrten wieder aktiviert. Eine Registrierung ist selten nötig.

Die Batterie selbst kostet je nach Typ und Hersteller zwischen 60 und 281 Euro. Wenn du den Wechsel in einer freien Werkstatt durchführen lässt, kommen zusätzlich 30 bis 100 Euro für den Einbau hinzu. Selbst wechseln spart die Arbeitskosten.

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Autor Oswald Rudolph
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