Nissan GT-R R36 - Was bisher zum Nachfolger feststeht

Konrad Dietrich • 25. Oktober 2026
Futuristischer Nissan GTR Nachfolger in dunklem Grau mit scharfen Linien und roten Akzenten.

Inhaltsverzeichnis

Nach dem Produktionsende des R35 stellt sich für viele Performance-Fahrer eine entscheidende Frage: Wie sieht der nächste Nissan GT-R aus, wann kommt er und bleibt er der kompromisslose Allrad-Sportler, den man aus dem Motorsport kennt? Fest steht bisher nur ein Teil der Antwort. Zwischen dem elektrischen Hyper Force, neuen Hybridplänen und einer möglichen Markteinführung vor 2030 zeichnet sich jedoch ein deutlich konkreteres Bild ab.

Die nächste GT-R-Generation bleibt möglich, ist aber noch nicht serienreif

  • R35 eingestellt: Die Produktion des aktuellen GT-R endete im August 2025 nach rund 18 Jahren.
  • R36 wahrscheinlich: Nissan arbeitet laut Aussagen eines führenden Managers an einem völlig neuen Sportwagen.
  • Hybrid statt reiner Elektroantrieb: Derzeit gilt ein elektrifizierter V6 als wahrscheinlicher als ein reines Elektroauto.
  • Hyper Force als Ideengeber: Das Konzept zeigte 2023 einen elektrischen Allrad-Sportler mit bis zu 1.000 kW.
  • Marktstart: Konkrete Ankündigungen werden frühestens ab 2028 erwartet, ein Serienmodell könnte vor 2030 erscheinen.

Was bisher wirklich über den Nissan-GT-R-Nachfolger feststeht

Die wichtigste Nachricht zuerst: Der GT-R ist nicht offiziell beerdigt. Nissan hat die Produktion des R35 zwar beendet, aber mehrfach signalisiert, dass die Modellfamilie weiter eine wichtige Rolle für das Markenimage spielt. Ein direkter Nachfolger ist bisher jedoch weder vollständig präsentiert noch offiziell für den deutschen Markt bestätigt.

Der R35 lief seit 2007 und wurde im August 2025 endgültig eingestellt. Nach Angaben von Nissan entstanden weltweit ungefähr 48.000 Fahrzeuge. Damit endet eine ungewöhnlich lange Modelllaufzeit, in der der GT-R vom technologischen Außenseiter zum etablierten Gegner von Porsche, Mercedes-AMG und Audi wurde.

Frage Stand 2026
Wird es einen R36 geben? Sehr wahrscheinlich, aber noch ohne vollständig bestätigte Serienfreigabe.
Wie heißt das Modell? In Fachmedien und unter Fans wird es meist als R36 bezeichnet.
Welcher Antrieb kommt? Ein Hybridantrieb mit V6 gilt derzeit als wahrscheinlicher als ein reiner Elektroantrieb.
Wann kommt er? Konkrete Ankündigungen werden ab 2028 erwartet, ein Marktstart vor 2030 ist möglich.
Was kostet er? Es gibt noch keinen offiziellen Preis. Schätzungen sind derzeit reine Spekulation.

Ich würde deshalb bei allen angeblichen Daten zu Leistung, Gewicht oder Preis vorsichtig bleiben. Ein Rendering im Internet ist kein Serienfahrzeug, und selbst Aussagen aus dem Nissan-Umfeld beschreiben bisher eher die Richtung als ein fertiges Lastenheft.

Futuristischer Nissan GTR Nachfolger in dunklem Mattlack, mit scharfen Linien und LED-Lichtern, vor einem Hintergrund aus bunten Lichtstreifen.

Wie könnte der R36 technisch aussehen?

Der erste konkrete Hinweis kam mit dem Nissan Hyper Force, der 2023 auf der Japan Mobility Show vorgestellt wurde. Das Konzept nutzt einen vollelektrischen Antrieb, eine Festkörperbatterie, Allradtechnik und eine Systemleistung von bis zu 1.000 kW, was ungefähr 1.360 PS entspricht.

Die Studie ist trotzdem nicht automatisch der fertige Nachfolger. Nissan präsentierte damit vor allem eine technische und gestalterische Vision. Besonders auffällig sind die beiden Fahrprogramme R für Racing und GT für Grand Touring. Genau diese Kombination aus Rennstreckentauglichkeit und Alltagstauglichkeit gehört zum Kern des GT-R.

Technik Hyper Force Möglicher R36
Antrieb Vollelektrisch Wahrscheinlich Hybrid mit Verbrennungsmotor und Elektromotoren
Leistung Bis zu 1.000 kW Noch nicht bekannt
Allradantrieb Elektrisches e-4ORCE-System Allradantrieb gilt als sehr wahrscheinlich
Batterie All-Solid-State-Battery Technologie noch offen
Karosserie Extremes Hypercar-Design Wahrscheinlich eigenständige, weniger radikale Serienform

Spannend ist die mögliche Rückkehr des bekannten 3,8-Liter-V6 mit zwei Turboladern. Aktuelle Aussagen aus dem Nissan-Management deuten darauf hin, dass der Motorblock oder zumindest das Grundkonzept weiterverwendet werden könnte. Wahrscheinlicher ist aber eine umfassende Überarbeitung mit elektrischer Unterstützung, neuer Kühlung und einer anderen Getriebe- und Achskonstruktion.

Warum ein Hybridantrieb für den GT-R sinnvoller sein könnte

Ein reiner Elektroantrieb hätte auf dem Papier klare Vorteile. Elektromotoren liefern sofort Drehmoment, lassen sich an jeder Achse präzise regeln und ermöglichen eine sehr schnelle Momentenverteilung. Für einen Allrad-Sportwagen wäre das technisch attraktiv, gerade bei Kurvenausgang und Traktion.

Das Problem liegt auf der Rennstrecke. Hohe Leistung erzeugt viel Wärme, und eine schwere Batterie belastet Reifen, Bremsen und Fahrwerk. Ein Elektro-GT-R mit wirklich hoher Dauerleistung müsste deshalb eine aufwendige Kühlung und eine extrem leistungsfähige Batterie besitzen. Die schnelle Runde ist nicht das einzige Kriterium, entscheidend ist auch, ob das Auto nach mehreren Runden noch dieselbe Leistung abruft.

Ein Hybrid könnte den Übergang besser lösen. Der Verbrennungsmotor liefert Reichweite und konstante Leistung, während Elektromotoren beim Anfahren, beim Herausbeschleunigen und bei der Traktionskontrolle helfen. Für mich wäre das momentan der glaubwürdigste Weg, den Charakter des GT-R zu erhalten, ohne die Vorteile moderner Elektrifizierung aufzugeben.

Was von der Festkörperbatterie zu erwarten ist

Nissan entwickelt sogenannte All-Solid-State-Batterien. Dabei wird der flüssige Elektrolyt konventioneller Akkus durch einen festen Werkstoff ersetzt. Ziel sind höhere Energiedichte, kürzere Ladezeiten und geringeres Gewicht, doch die Großserienproduktion bleibt technisch und wirtschaftlich anspruchsvoll.

Nissan peilt eigene Fahrzeuge mit dieser Batterietechnik ab etwa 2028 an. Das bedeutet nicht automatisch, dass der R36 genau dann mit einer Festkörperbatterie erscheint. Für ein neues Spitzenmodell könnte die Technologie interessant sein, aber Kosten, Haltbarkeit und Temperaturverhalten müssen zuerst im realen Fahrzeugbetrieb überzeugen.

Wann kommt der neue GT-R nach Deutschland?

Eine offizielle deutsche Markteinführung ist im Jahr 2026 noch nicht terminiert. Nissan-Vertreter nannten jedoch einen Zeitrahmen, nach dem ab 2028 konkretere Ankündigungen zu erwarten sind. Ein komplett neuer GT-R vor dem Ende des Jahrzehnts gilt damit als möglich, aber nicht als garantiert.

Zwischen einer technischen Freigabe und dem Verkaufsstart in Deutschland liegen außerdem mehrere Schritte. Dazu gehören Erprobung, Crash- und Abgaszulassung, Geräuschmessungen, Produktionsplanung und die Entscheidung, in welchen Märkten das Fahrzeug überhaupt angeboten wird.

  • 2026 bis 2027: Entwicklung, Konzeptentscheidungen und mögliche interne Prototypen.
  • Ab 2028: Wahrscheinlicher Zeitraum für belastbare technische Informationen.
  • 2028 bis 2030: Mögliches Debüt der Serienversion, sofern Finanzierung und Entwicklung planmäßig verlaufen.
  • Deutschland: Noch keine bestätigten Preise, Ausstattungen oder Händlerkontingente.

Beim Preis würde ich keine Zahl als Tatsache behandeln. Ein neuer Hybrid-GT-R mit aufwendiger Elektronik, spezieller Batterie und neuer Plattform dürfte kaum auf dem Niveau eines gewöhnlichen Sportcoupés liegen. Gleichzeitig gehört ein vergleichsweise erreichbarer Preis seit dem R35 zur Identität des Modells. Genau dieser Spagat wird für Nissan vermutlich schwieriger als die reine Leistungssteigerung.

Was bedeutet der Nachfolger für Tuning und Trackdays?

Der R35 war für Tuning besonders attraktiv, weil sein VR38DETT-Motor große Leistungsreserven besitzt und die Fahrzeugelektronik über Jahre von spezialisierten Betrieben verstanden wurde. Beim kommenden Modell wird die Situation komplizierter. Ein Hybridantrieb bringt Hochvoltsysteme, zusätzliche Steuergeräte und eine deutlich stärkere Vernetzung von Motor, Batterie, Getriebe und Allradregelung mit.

Mehr Leistung allein wird deshalb nicht der wichtigste Tuningansatz sein. Auf der Rennstrecke zählen Thermik, Bremsstabilität, Reifen und Softwareabstimmung mindestens genauso stark. Ein Fahrzeug mit 1.000 PS ist nicht automatisch schneller, wenn es nach wenigen Runden die Leistung reduziert oder die Batterie zu stark belastet wird.

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Worauf Trackday-Fahrer achten sollten

  • Kühlung: Zusätzliche Leistung braucht Reserven bei Wasser-, Öl- und Batterietemperatur.
  • Bremsen: Das Mehrgewicht eines Hybrids erhöht die Belastung von Scheiben und Belägen.
  • Reifen: Der optimale Reifensatz muss Gewicht, Drehmoment und Allradregelung zusammenbringen.
  • Software: Änderungen an der Leistungsabgabe sollten nur mit sauberer Diagnose und ausreichender Sicherheitsreserve erfolgen.
  • Hochvoltsicherheit: Arbeiten an Batterie, Inverter oder Elektromotor gehören in geschulte Fachbetriebe.

Wer heute einen R35 für Trackdays aufbaut, sollte daher nicht automatisch auf einen baldigen Modellwechsel warten. Der bestehende GT-R besitzt eine enorme Ersatzteil- und Tuningbasis. Bei einem neuen Hybridmodell werden die ersten Jahre vermutlich von teuren Versuchslösungen, eingeschränkter Softwareunterstützung und wenigen wirklich erfahrenen Spezialisten geprägt sein.

Welche Erwartungen realistisch sind

Der nächste GT-R muss nicht einfach den R35 mit noch mehr Leistung kopieren. Nissan braucht ein eigenständiges Konzept mit besserer Effizienz, moderner Elektronik und klarer Rennstreckenorientierung. Der Hyper Force zeigt, wie radikal die Marke technisch denkt, während die Hybridpläne auf einen praktikableren Weg hindeuten.

Meine Einschätzung fällt deshalb zweigeteilt aus. Ein R36 vor 2030 ist realistisch genug, um darauf zu hoffen, aber noch nicht sicher genug, um bereits Kaufentscheidungen darauf aufzubauen. Wer einen kompromisslosen japanischen Allrad-Sportler sucht, sollte den aktuellen Markt beobachten, sich aber nicht von angeblich bestätigten Leistungsdaten oder frei erfundenen Lieferterminen unter Druck setzen lassen.

Am Ende wird der Erfolg daran hängen, ob Nissan die Balance trifft. Ein elektrifiziertes Antriebssystem darf den GT-R technisch weiterbringen, sollte aber nicht zu einem schweren digitalen Hypercar ohne mechanische Seele werden. Genau diese Verbindung aus Präzision, Alltag und echter Fahrbarkeit entscheidet darüber, ob die nächste Generation den Namen wirklich verdient.

Häufig gestellte Fragen

Ein Nachfolger gilt als sehr wahrscheinlich, ist aber noch nicht vollständig als Serienmodell bestätigt. Nissan arbeitet laut Aussagen aus dem Management an einem völlig neuen Sportwagen, nachdem die R35-Produktion im August 2025 endete.

Derzeit gilt ein Hybridantrieb mit V6-Verbrennungsmotor und Elektromotoren als wahrscheinlicher als ein reines Elektroauto. Der Hybrid könnte Reichweite und konstante Leistung mit sofortigem Drehmoment sowie besserer Traktion verbinden.

Der 2023 vorgestellte Hyper Force zeigt eine mögliche technische und gestalterische Richtung. Das vollelektrische Konzept verfügt über Allradantrieb, eine Festkörperbatterie und bis zu 1.000 kW, ist aber nicht automatisch das Serienmodell des R36.

Belastbare technische Ankündigungen werden frühestens ab 2028 erwartet. Ein Seriendebüt zwischen 2028 und 2030 ist möglich, eine deutsche Markteinführung mit konkreten Preisen und Ausstattungen wurde jedoch noch nicht bestätigt.

Beim Hybrid-GT-R würden neben Leistung auch Kühlung, Bremsen, Reifen und Softwareabstimmung entscheidend sein. Arbeiten an Batterie, Inverter oder Elektromotor gehören wegen der Hochvoltsysteme in geschulte Fachbetriebe.

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Autor Konrad Dietrich
Konrad Dietrich
Mein Name ist Konrad Dietrich und ich bringe 11 Jahre Erfahrung in den Bereichen Motorsport, Performance Tuning und Fahrtechnik mit. Schon in meiner Jugend begeisterte ich mich für schnelle Autos und die Technik dahinter. Diese Leidenschaft hat mich dazu motiviert, mein Wissen über Fahrdynamik und Optimierung von Fahrzeugen zu vertiefen. In meinen Beiträgen auf track-parts24.de teile ich nicht nur mein Fachwissen, sondern auch praktische Tipps und Tricks, die sowohl Anfängern als auch erfahrenen Fahrern helfen, ihre Fahrzeuge besser zu verstehen und ihre Fahrtechnik zu verbessern. Ich lege großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren, dabei aktuelle Trends und Entwicklungen im Motorsport zu verfolgen und komplexe Themen anschaulich zu erklären. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche und präzise Inhalte zu bieten, die ihnen helfen, ihre Leidenschaft für den Motorsport noch intensiver zu leben.

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