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Yamaha R9 technische Daten - Motor, Fahrwerk und Preis

Oswald Rudolph • 2. Oktober 2026
Sportliche blaue Yamaha R9 mit aggressiven Linien. Details zu yamaha r9 technische daten sind hier sichtbar.

Inhaltsverzeichnis

Wer bei einem Supersportler nicht nur auf die Optik, sondern auf das Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk und Elektronik schaut, findet bei der Yamaha R9 ein ungewöhnlich stimmiges Paket. Die technischen Daten zeigen, wie viel Rennsporttechnik in dem 890-cm³-Dreizylinder steckt und wo die Maschine im Alltag, auf kurvigen Landstraßen und auf der Rennstrecke ihre Stärken ausspielt.

Die wichtigsten Eckdaten der Yamaha R9 auf einen Blick

  • 890 cm³ großer Dreizylinder mit 119 PS und 93 Nm
  • 195 kg fahrfertig inklusive ABS und 14-Liter-Tank
  • 830 mm Sitzhöhe und 1.420 mm Radstand
  • Voll einstellbare 43-mm-Upside-down-Gabel und 320-mm-Doppelscheibenbremse
  • Serienmäßig mit Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Blipper und Wheelie-Kontrolle
  • Deutschlandpreis der offenen Version laut Yamaha Motor 14.099 Euro

Sportliche blaue Yamaha R9 mit aggressiven Linien. Detaillierte Yamaha R9 technische Daten sind hier ersichtlich.

Technische Daten der Yamaha R9 im Überblick

Die Yamaha R9 wird in Deutschland als Supersportler mit einem flüssigkeitsgekühlten Dreizylinder angeboten. Der Motor leistet 87,5 kW beziehungsweise 119 PS bei 10.000 U/min und stellt maximal 93 Nm bei 7.000 U/min bereit. Diese Kombination ist für mich einer der interessantesten Punkte, weil sie kräftigen Durchzug mit einem deutlich charaktervollen Klangbild verbindet.

Merkmal Yamaha R9
Motor 3-Zylinder, 4-Takt, DOHC, 4 Ventile pro Zylinder
Hubraum 890 cm³
Bohrung x Hub 78,0 x 62,1 mm
Verdichtung 11,5:1
Maximale Leistung 119 PS bei 10.000 U/min
Maximales Drehmoment 93 Nm bei 7.000 U/min
Getriebe 6-Gang, sequenziell
Antrieb Kette
Kraftstoffverbrauch 5,0 l/100 km kombiniert
CO₂-Ausstoß 116 g/km

Die R9 erreicht ihre Spitzenleistung relativ spät, was zu einem sportlichen Motorcharakter passt. Im normalen Straßenbetrieb muss man deshalb nicht ständig hohe Drehzahlen fahren, denn das Drehmoment von 93 Nm reicht für zügiges Beschleunigen aus mittleren Drehzahlbereichen. Für die Rennstrecke bleibt gleichzeitig genügend Reserven, wenn der Motor konsequent ausgedreht wird.

Fahrwerk und Bremsen sind auf sportliche Präzision ausgelegt

Beim Fahrwerk setzt Yamaha vorne auf eine 43-mm-Upside-down-Gabel mit 120 Millimetern Federweg. Sie lässt sich an Druckstufe, Zugstufe und Federvorspannung anpassen. Hinten arbeitet ein über Umlenkung angelenktes Monofederbein mit 118 Millimetern Federweg, das ebenfalls bei Federvorspannung und Zugstufe eingestellt werden kann.

Diese Einstellmöglichkeiten sind mehr als ein Datenblatt-Detail. Das Grundsetup funktioniert für viele Fahrer bereits ordentlich, doch Gewicht, Reifen, Fahrstil und Strecke verändern die Anforderungen deutlich. Ich würde zunächst mit der Serienabstimmung fahren und nur jeweils eine Einstellung ändern, statt sofort mehrere Klicks gleichzeitig zu verstellen.

Fahrwerksmerkmal Technische Angabe
Vorderradaufhängung 43-mm-Upside-down-Gabel
Federweg vorne 120 mm
Hinterradaufhängung Monofederbein mit Umlenkung
Federweg hinten 118 mm
Vorderradbremse Hydraulische Doppelscheibenbremse, 320 mm
Hinterradbremse Hydraulische Scheibenbremse, 220 mm
Lenkkopfwinkel 68 Grad
Nachlauf 94 mm

Die Vorderradbremse arbeitet mit zwei 320-mm-Bremsscheiben, hinten kommt eine 220-mm-Scheibe zum Einsatz. Der kurze Nachlauf von 94 Millimetern unterstützt ein agiles Einlenken, verlangt auf sehr unruhigem Asphalt aber eine saubere Linie und sensible Handgriffe am Lenker.

Abmessungen, Gewicht und Ergonomie im Alltag

Mit 2.070 Millimetern Länge, 705 Millimetern Breite und 1.180 Millimetern Höhe bleibt die R9 kompakt genug für kurvige Strecken. Der Radstand von 1.420 Millimetern schafft einen guten Kompromiss zwischen Stabilität beim Beschleunigen und Wendigkeit in engen Kurven.

Abmessung Wert
Gesamtlänge 2.070 mm
Gesamtbreite 705 mm
Gesamthöhe 1.180 mm
Sitzhöhe 830 mm
Bodenfreiheit 140 mm
Radstand 1.420 mm
Fahrfertiges Gewicht 195 kg inklusive ABS
Tankinhalt 14 Liter

Die Sitzhöhe von 830 Millimetern ist für einen Supersportler nicht außergewöhnlich, kleinere Fahrer sollten die Standhöhe trotzdem vor einer Kaufentscheidung testen. Das fahrfertige Gewicht von 195 Kilogramm liegt für diese Klasse in einem brauchbaren Bereich, wobei ein voller Tank und Zubehör auf der Rennstrecke spürbar werden.

Yamaha nennt eine theoretische Reichweite von rund 280 Kilometern. In der Praxis hängt sie stark vom Tempo ab. Bei sportlicher Landstraßenfahrt oder mehreren schnellen Runden auf dem Track sollte man deutlich früher mit dem Tankstopp rechnen.

Elektronik und Reifen zeigen den Rennstreckenfokus

Die R9 verfügt über Ride-by-Wire, also eine elektronische Gassteuerung ohne direkte mechanische Verbindung zwischen Gasgriff und Drosselklappe. Darauf bauen mehrere Assistenzsysteme auf, darunter Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle und Kurven-ABS.

  • mehrere Fahrmodi für unterschiedliche Gasannahme und Unterstützungsstufen
  • Traktionskontrolle zur Begrenzung von Schlupf am Hinterrad
  • Wheelie-Kontrolle für kontrollierteres Beschleunigen
  • Kurven-ABS mit Schräglagenberücksichtigung
  • Quickshifter mit Blipper-Funktion zum schnellen Hoch- und Herunterschalten
  • Tempomat für längere Straßenetappen
  • LED-Beleuchtung und TFT-Instrument

Der serienmäßige Schaltassistent mit Blipper ist besonders auf der Rennstrecke hilfreich, weil beim Herunterschalten kein manuelles Zwischengas nötig ist. Auf öffentlichen Straßen bleibt er eine Komfort- und Spaßfunktion, ersetzt aber keine saubere Kupplungs- und Bremsarbeit.

Reifen Dimension
Vorderreifen 120/70 ZR17
Hinterreifen 180/55 ZR17

Die Kombination aus 120/70 ZR17 vorne und 180/55 ZR17 hinten ist weit verbreitet und bietet eine große Auswahl an Straßen- und Rennreifen. Für Trackdays sollte die Reifenwahl nicht nur nach maximalem Grip erfolgen. Temperaturfenster, Aufwärmzeit und Verhalten bei wechselnden Bedingungen sind mindestens genauso wichtig.

Offene Version oder 35-kW-Variante für A2-Fahrer

Die Yamaha R9 ist auch als 35-kW-Version mit 47,6 PS erhältlich. Der Hubraum und das maximale Drehmoment bleiben dabei auf dem Niveau der offenen Variante, die Leistungsabgabe ist jedoch für den A2-Führerschein begrenzt. Yamaha gibt für diese Ausführung 95,2 PS als technische Basisleistung vor, die auf 35 kW reduziert wird.

Variante Leistung Drehmoment Gewicht
R9 offen 119 PS bei 10.000 U/min 93 Nm bei 7.000 U/min 195 kg
R9 35 kW 47,6 PS bei 6.000 U/min 93 Nm bei 7.000 U/min 195 kg

Für A2-Fahrer ist die gedrosselte Version interessant, wenn später eine Aufrüstung geplant ist. Entscheidend ist, die konkrete Zulassung und die erforderlichen Umrüstschritte mit dem Händler zu klären. Eine einfache Änderung am Steuergerät reicht nicht automatisch für eine rechtssichere Eintragung.

Was die Yamaha R9 im deutschen Markt besonders macht

Die offene Yamaha R9 kostet in Deutschland laut Yamaha Motor aktuell 14.099 Euro. Für die 35-kW-Ausführung werden rund 13.799 Euro genannt. Händlerkosten, Überführung, Zulassung und optionales Zubehör können den tatsächlichen Endpreis erhöhen.

Im Vergleich zu einem klassischen Vierzylinder-Supersportler setzt die R9 weniger auf extreme Spitzenleistung und stärker auf ein nutzbares Drehmomentband, kompakte Abmessungen und elektronische Kontrolle. Genau das macht sie für Fahrer interessant, die regelmäßig kurvige Landstraßen fahren oder den Einstieg in Trackdays suchen, ohne sofort ein kompromissloses Rennmotorrad aufzubauen.

Für den täglichen Pendelverkehr ist die Sitzposition naturgemäß weniger entspannt als bei einer MT-09 oder einem Naked Bike. Auch Windschutz, Stauraum und Soziustauglichkeit stehen klar hinter der sportlichen Ausrichtung zurück. Ich sehe die R9 deshalb vor allem als straßenzugelassenen Supersportler mit ernsthaftem Rennstreckenpotenzial, nicht als universelles Alltagsmotorrad.

Welche Daten vor dem Kauf wirklich entscheidend sind

Die wichtigsten Zahlen sind nicht zwangsläufig die spektakulärsten. Leistung und Höchstgeschwindigkeit machen sich in Verkaufsanzeigen gut, im Alltag entscheiden aber oft Gewicht, Sitzhöhe, Drehmoment und Fahrwerksreserven darüber, ob die Maschine zum eigenen Einsatz passt.

  • Wer häufig auf der Rennstrecke fährt, sollte das Fahrwerk auf Körpergewicht und Reifen abstimmen lassen.
  • Wer überwiegend Landstraße fährt, profitiert vom kräftigen Dreizylinder und den elektronischen Fahrhilfen.
  • Fahrer unter etwa 1,70 Meter sollten die Sitzposition und den sicheren Bodenkontakt persönlich testen.
  • Bei einer Gebrauchten sind Servicehistorie, Sturzspuren, Reifenbild und Zustand der Gabel wichtiger als nachgerüstete Carbonteile.
  • Für Trackdays müssen Kennzeichen, Spiegel, Beleuchtung und Geräuschvorgaben je nach Veranstalter berücksichtigt werden.

Ein häufiger Fehler besteht darin, die Serienelektronik sofort auf die niedrigste Unterstützungsstufe zu stellen. Ich würde zuerst lernen, wie sich die R9 mit moderaten Einstellungen verhält, und die Abstimmung erst danach an Reifen, Strecke und Fahrkönnen anpassen.

Unterm Strich sprechen die technischen Daten für ein ausgewogenes Konzept. Die R9 kombiniert 119 PS, 195 Kilogramm, ein einstellbares Fahrwerk und moderne Kurvenelektronik zu einem Motorrad, das auf der Straße nicht überfordert und auf dem Track trotzdem lange Entwicklungsspielraum bietet.

Häufig gestellte Fragen

Der 890-cm³-Dreizylinder leistet 119 PS bei 10.000 U/min und entwickelt 93 Nm bei 7.000 U/min. Die R9 wiegt fahrfertig 195 kg, hat eine Sitzhöhe von 830 mm und einen 14-Liter-Tank.

Vorn arbeitet eine voll einstellbare 43-mm-Upside-down-Gabel mit 120 mm Federweg. Das hintere Monofederbein mit Umlenkung bietet 118 mm Federweg und lässt sich bei Federvorspannung und Zugstufe anpassen.

Zur Ausstattung gehören Ride-by-Wire, mehrere Fahrmodi, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle und Kurven-ABS. Außerdem sind ein Quickshifter mit Blipper, Tempomat, LED-Beleuchtung und ein TFT-Instrument serienmäßig vorhanden.

Die offene Version kostet laut Yamaha Motor 14.099 Euro, für die 35-kW-Ausführung werden rund 13.799 Euro genannt. Die A2-Variante ist auf 47,6 PS begrenzt und behält 93 Nm maximales Drehmoment sowie das fahrfertige Gewicht von 195 kg.

Die R9 richtet sich vor allem an Fahrer, die einen straßenzugelassenen Supersportler für kurvige Landstraßen und gelegentliche Trackdays suchen. Für den täglichen Pendelverkehr sind Sitzposition, Windschutz, Stauraum und Soziustauglichkeit weniger komfortabel als bei einem Naked Bike.

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Autor Oswald Rudolph
Oswald Rudolph
Mein Name ist Oswald Rudolph und ich habe über 12 Jahre Erfahrung im Bereich Motorsport, Performance Tuning und Fahrtechnik. Meine Leidenschaft für Autos und Rennsport begann schon in meiner Kindheit, als ich bei jedem Rennen am Fernseher mitfieberte. Diese Begeisterung hat mich dazu gebracht, tiefer in die Materie einzutauchen und mein Wissen über Fahrzeugtechnik und Fahrverhalten kontinuierlich zu erweitern. Ich schreibe über Themen, die sowohl für Hobbyfahrer als auch für Profis von Interesse sind. Dabei ist es mir wichtig, komplexe technische Aspekte verständlich zu erklären und aktuelle Trends im Motorsport zu beleuchten. Ich überprüfe sorgfältig meine Quellen und vergleiche Informationen, um sicherzustellen, dass meine Leser Zugang zu nützlichen und präzisen Inhalten haben. Mein Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, die Welt des Motorsports besser zu verstehen und Ihre Fahrtechnik zu optimieren.

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